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Weberplatz

Der Weberplatz fällt durch seine ungewöhnliche Dreiecks-Form auf. Diese wird einer Deutung nach Friedrich II. zugeschoben. Er soll auf die Frage, wie der Platz auszusehen habe, seinen Dreispitz genommen und auf den Boden geworfen haben: „Genau so ist es zu machen.“ Anderen Überlieferungen zufolge sollte die Anlage das reformierte Weltbild des Gelehrten Johann Amos Comenius (1592–1670) widerspiegeln. In dessen Zentrum steht die Dreieinigkeit von Klarheit, Vernünftigkeit und Mäßigkeit. Comenius war geistiger Wegbereiter der böhmischen Reformierten. Für ihn wurde 1995 durch den mährischen Künstler Igor Kitzberger neben der Friedrichskirche ein Denkmal errichtet. Die Bronzeplastik zeigt den Philosophen und Schriftgelehrten in einem Sessel sitzend.

Es stimmt keine der beiden Deutungen. Das Dreieck als äußere Form der neuen Kolonie war nämlich bereits vorhanden, durch die Anordnung der alten Triftwege der Nachbargemeinde Neuendorf (heutige Karl-Liebknecht-Straße und Rudolf-Breitscheid-Straße). Der Weberplatz selbst hatte ursprünglich keine Dreiecksform, wie es der Nowaweser Karte (von 1750) zu entnehmen ist.

Auf dem Weberplatz, der durch die Friedrichskirche bestimmt wird, an der Einmündung zur Lutherstraße, steht heute der letzte Maulbeerbaum aus der Pflanzung, die der Hofgärtner Hermann Sello in der Mitte des 19. Jahrhunderts anlegen ließ.
(Quelle: https://potsdamwiki.de/index.php/Weberplatz)

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